Ausgrabung im Grafschafter Museum

am 04. Juli 2021

An diesem Tag werden die am 16. Mai 2021 eingegrabenen Werke wieder das Tageslicht erblicken. Alle Kunstobjekte sind zur Projekteröffnung im Schloss zu sehen bevor sie auf die Reise zu ihren Ausstellungsorten entlang der früheren Rheinlinie gehen. Ab dem 6. Juli ist eine Besuchstour am Niederrhein mit dem Auto oder dem Fahrrad möglich.

Grabung am Museumstag

Auch wenn Mitte Mai das Aprilwetter seine breite Palette über Moers ausschüttete:
Uns konnte das beim ersten Höhepunkt unseres Limesprojekts überhaupt nicht stören. Dank der Museumsleitung des Moerser Schlosses war der Ort der Veranstaltung klug unter einem alten Tonnengewölbe ausgesucht und eine Menge Erdreich dort aufgeschüttet worden Das Datum für unsere Kunstaktion war eigens wegen des internationalen Museumstags ausgewählt worden.

Um beim folgenden Event erfolgreich zu sein, brauchte es zunächst mehrere Schüppen und Spaten, einen Zollstock und zwei Peilstäbe, natürlich auch Personal in Form von Künstlerinnen der Tanedi-Gruppe; weitere Helfer der übrigen Teilnehmergruppen kamen im Laufe des Tages hinzu.

Außerdem mussten alle von den Künstlern und Künstlerinnen für das Projekt geschaffenen Artefakte zur Grabungsstelle herbeigeschafft werden. Gudrun Kleffe hatte einen genauen Grabungsplan vorbereitet – das gesamte Fundareal erstreckt sich über etliche Quadratmeter.

Während die ersten Eingrabungen durch uns Künstlerinnen stattfanden und die Fundstellen markiert wurden, besuchte uns die Presse. Da die Öffentlichkeit an unserer künstlerischen Aktion nicht direkt teilhaben konnte, gewinnen die Medien umso mehr an Bedeutung, unser kulturelles Leben transparent zu machen.

Am Nachmittag war das Eingraben der Artefakte – unser erstes Projekt-Highlight – beendet und hinterließ bei den Beteiligten einen bleibenden Eindruck.

Margareta Detering

Kunsttransit

Am 16. Mai 2021, dem Tag des offenen Museums, werden die Objekte unseres Projektes im Grafschafter Museum „Schloss Moers“ in die Erde eingebracht.

Schon ein paar Tage vorher wurden die Werke im Zwischenlager verpackt und am Schloss angeliefert. Dort warten sie nun auf das bevorstehende Ereignis.

Zu unserer Freude stellten wir fest, dass die Arbeiten in historischen Gemäuern einen Platz zum Ruhen finden werden.

Wir danken der Museumsleitung Diana Finkele für diesen außergewöhnlichen Ort und ihr Engagement zu unserem Projekt.

Wir freuen uns Sie am 16. Mai 2021 zum Einbetten der Kunstwerke im Grafschafter Museum im Schloss Moers zu begrüßen, denn zum Internationalen Museumstag am Sonntag ist das Museum wieder geöffnet.

Bitte telefonisch anmelden (auch kurzfristig möglich!), der Eintritt ist frei.

Anmeldung Telefon: 02841 881510

Informationen hierzu finden Sie unter:

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Grafschafter Museum

Alea iacta est – die Würfel sind gefallen

Unser Limes-Projekt macht Fortschritte! Alle von den 24 beteiligten Künstlern und Künstlerinnen angefertigten Kunststücke sind inzwischen eingetroffen und im Atelier von Simone Jacobsen in Moers fachkundig aufgestellt worden. Am Montag den 12. April besuchte  Dr. Stephan Mann, unser Kurator für das Limes-Projekt und Direktor des Museum Goch, das Atelier. Zusammen mit Simone Jacobsen und Margareta Detering wurden alle Arbeiten einzeln in Augenschein genommen und besprochen.

Dabei wurde wieder deutlich, wie abwechslungsreich und vielschichtig die Werke sind; nicht nur im Material, sondern in dem jeweils eigens ausgesuchten Thema und dem damit verbundenen persönlichen Ausdruck. Alle Werke wurden für das Projekt angenommen.

Ursprünglich war vorgesehen, alle Werke Mitte Mai im Moerser Schlosshof einzugraben. Es bietet sich jetzt an, einige gerahmte Arbeiten davon auszunehmen. Sie sollen nach dem kurzfristig in der Erde stattfindenden Zersetzungsprozess der übrigen Artefakte als Ergänzung und Gegenüberstellung in der später stattfindenden Ausstellung mit einbezogen werden. Eine spannende Angelegenheit – Gegenwart und Vergänglichkeit so zeitnah beieinander zu haben!

Margareta Detering, 14. April 2021

Ein Projekt – Drei Kunstvereine

Tanedi kooperiert mit GKK und Kunst in Millingen

Veranstaltungszeitraum Juli und August 2021

Von den Mitgliedern der Tanedi-Kunst in Leben gerufen, fand die geplante Kunstroute zwischen Moers und Xanten auch andere Liebhaber. Künstler*innen der Gemeinschaft Krefelder Künstler und der Vereinigung Kunst in Millingen aus den Niederlanden gesellten sich zu den Teilnehmern.

Die Kunstroute nimmt ihren Anfang mit einer Präsentation in Schloss Moers und wird anschließend zwischen den Städten Moers und Xanten an ausgewählten Orten zu sehen sein.

Zu diesem Ausstellungspfad wird eine Geocaching-Tour erstellt, die unter www.geocaching.com ab Juni 2021 zu finden ist. Beim jeweiligen Kunstwerk findet der Besucher die Koordinaten des nächsten Ausstellungsortes. Die Strecke, auf der die Objekte ausgestellt sind, beträgt ungefähr 50 km. Sie kann mit dem PKW oder als Tagestour für Besucher mit dem Rad befahren werden. Die Unterteilung der Strecke in kürzere Abschnitte ist möglich.

Neue Artefakte – eine Kunsttour

Menschen haben mit ihren Kulturgütern zu jeder Zeit ihre Spuren hinterlassen. Diese sind buchstäblich im Erdreich versunken, Schicht um Schicht, haben neuen Zeiten und Kulturen Platz gemacht. Durch größere Erdbewegungen und gezielte Grabungen der Archäologen kommen sie dann irgendwann wieder ans Tageslicht: Artefakte, die Zeugnis geben über  Kulturen und das Leben der Menschen vergangener Epochen.

Welche Spuren finden wir aus vergangenen Zeiten? Was sagt uns Versunkenes oder Wiedergefundenes, wozu inspirieren uns Funde oder Texte unserer Vorfahren? Wie sehen wir diese Dinge aus heutiger Sicht? Und letztendlich interessiert auch die Frage: Was hat die Zeit mit ihnen oder aus ihnen gemacht? Künstler*innen aus der Region wollen diesen spannenden Aspekten am geschichtsträchtigen niedergermanischen Limes nachgehen: Im Frühling werden ihre zum Thema gefertigten Arbeiten vergraben, die Anfang Juni 2021 als Artefakte wieder geborgen und dann an ausgesuchten Orten entlang des Limes auf einer Kunstroute zu sehen sind. 

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